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Drucksensor für Ultra-Höchstdruckanwendungen
May 20, 2026
Für Ultra-Hochdruck-Anwendungen wird ein neuartiger Drucksensor ohne klassische Biegeplatte entwickelt. Während herkömmliche Drucksensoren eine Biegeplatte zur Erhöhung der Empfindlichkeit nutzen, wird bei sehr hohen Drücken bewusst darauf verzichtet. Dadurch entsteht ein deutlich kompakterer und robusterer Sensoraufbau, der speziell für extreme Druckbereiche ausgelegt ist. Die entwickelte Technologieplattform bietet ein hohes Anwendungspotenzial: möglich sind Frontplatten mit einem minimalen Durchmesser von nur 1 mm, ein Druckbereich bis etwa 20.000 bar, eine Messspanne von über 20 mV/V sowie Einsatztemperaturen bis 200 °C. Zum Einsatz kommen piezoresistive Silizium-Chips, wobei der Medienkontakt über Stahl erfolgt. Das Sensorkonzept verbindet damit Miniaturisierung, hohe Druckfestigkeit und gute Messperformance.
Anwendungsfelder liegen in verschiedenen Hochdruckbereichen. Sie liegen z.B. in der Hochdruckchemie bei für Hydrierungen, Polymerisationen, Phasendiagramm-Analysen oder Materialuntersuchungen unter extremen Bedingungen. Die Sensoren müssen hier präzise, temperaturbeständig und medienresistent sein. Ein weiteres wichtiges Feld ist die Autofrettage, bei der Bauteile durch sehr hohen Innendruck gezielt plastisch verformt werden, um ihre Lebensdauer zu erhöhen. Dafür sind druckfeste sowie schock- und vibrationsresistente Sensoren erforderlich. Auch in der Innenhochdruckumformung (IHU) sind präzise Drucksensoren entscheidend, um Fertigungsqualität und Reproduzierbarkeit sicherzustellen. Im Spritzguss dienen sie der Überwachung des Werkzeuginnendrucks, der Prozesskontrolle und der Qualitätssteigerung. Insgesamt adressiert die Technologie anspruchsvolle industrielle Anwendungen mit extremen Druckanforderungen.
CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH
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